I M     N E U E N     J A H R     2 0 1 4

Liebe Freunde und Gäste des Hauses,

aus Grafschaft herzliche Grüße und gute Wünsche zum Neuen Jahr - diesmal ohne Schnee!
2014 ist wieder ein Jubiläumsjahr: vor 175 Jahren -1839- haben die Preußen im Landratsamt
Meschede vermerkt,

      „Heimes treibt Ackerbau und logirt daneben“.

Nach dem Wiener Kongress 1815, der die Neuaufteilung Deutschlands und Europas regelte,
wurde dem preußischem Staat Westfalen zugesprochen. Gesetzgebung, Justiz und Verwaltung
kamen in eine neue Ordnung. Die Obstwiese unter dem Gasthof heißt in der preußischen
Gemarkungskarte von 1820 „unter dem frankenhove (ca. 800 n.u.Z) genannt“. Wahrscheinlich
übernachteten schon früher Fuhrleute und ließen bei „Schmie(dt)s“, so heißt das Haus heute
noch, Wagen reparieren und Pferde beschlagen. Die Schmiede wurde 1625 erwähnt.
So sind wir seit Jahrhunderten am Gast: wir verstehen die Nuancen, wenn ein Gast sagt:
„das Essen war gut“ oder „mal was Anderes!!“ oder „interessant!!?“ oder „war in Ordnung“.
Wir brauchen keine Abhöranlagen wie die NSA, um zu wissen wo es lang geht!
Warum erkannten die nicht die Raubzüge der Groß- Banken vor 2007 zum Schaden der
Weltbevölkerung? Das war wirklicher Terrorismus!

Aber es gibt da einen Hoffnunfsträger, den neuen Papst!
Hoffentlich lebt er lange!

Wir sind vom Elend der Welt nicht erst seit Lampedusa betroffen: Apartheid in Südafrika,
Vietnamkrieg, Chile-Putsch forderten schon früher unseren Einsatz! Zu Ehren von Nelson
Mandela hier ein Liedtext aus den 70er-Jahren von der Musikgruppe „Ton Steine Scherben“.

Ich habe viele Väter, ich habe viele Mütter
ich habe viele Schwestern und ich habe viele Brüder
meine Väter sind schwarz und meine Mütter sind gelb
und meine Brüder sind rot und meine Schwestern sind hell
ich bin über zehntausend Jahre alt und mein Name ist MENSCH!

Aber wir haben auch einen Hoffnungsträger im Hause, unseren Neffen Bernhard Müller, der
im Mai 2013 das Studium zum Dipl. Ökonom beendet hat und zur Zeit eine Ausbildung im
Hotelfach absolviert. Im gegenseitigen Vertrauen soll Bernhard die 15. Generation im Hause
sein.

Ach, da waren noch die üblichen Renovierungen und Reparaturen, der Einbau eines
Blockheizkraftwerkes, das Strom und Wärme produziert. Das Projekt kostete mit Kellerausbau
und Installationen 60 Teuro. Es wurde gefördert von der EU, BRD, NRW mit ca.10% aus dem
Programm ERFE „Investition in unsere Zukunft“.

Unser Team hat sich gefestigt, wir bildeten uns weiter, so trotzen wir den Unbilden von Politik
und Heuschrecken-Kapital und wünschen uns allen eine gute Zukunft!

Irmgard, Hans-Georg, Bernhard Müller und das Gasthof-Heimes-Team

Dank an den Ortsheimatpfleger Dr. Volmer für die Recherchen im Staatsarchiv Münster
und den Leiter des Stadtarchivs Schmallenberg Dr. Schulte!

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